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  • Beispiel Wärmepumpe
  • Wärmepumpe vor dem Haus

Welche Wärmepumpe passt zu Ihrem Haus?

Sie planen eine rmepumpe und möchten sicher entscheiden. In diesem Ratgeber zeige ich Ihnen, wie Sie die passende Wärmepumpen-Lösung für Ihr Einfamilienhaus, Ihre Doppelhaushälfte oder Ihren Neubau auswählen – vom Gebäudecheck bis zur Kombination mit Photovoltaik.

Wärmepumpe: Gebäude-Check zuerst

Bevor Sie ein Modell wählen, prüfen Sie das Haus. Drei Werte steuern jede Wärmepumpenentscheidung:

  • Heizlast: Wie viel Wärme benötigt das Gebäude bei Kälte? Ein kurzer Heizlast-Check liefert die Grundlage für die Gerätegröße.
  • Vorlauftemperatur: Arbeiten Ihre Heizflächen mit 35–45 °C oder eher 55–65 °C? Niedrige Temperaturen steigern die Effizienz der Wärmepumpenheizung deutlich.
  • Hülle & Hydraulik: Dämmung, Fenster, hydraulischer Abgleich – jede Verbesserung senkt den Strombedarf der Wärmepumpe.

Beispiel: Ein Haus von 1998 mit optimierten Heizkörpern erreicht 45–50 °C Vorlauf. Eine Luft/Wasser-Wärmepumpe versorgt es zuverlässig – ohne Komplettumbau.

Wärmepumpen-Systeme im Vergleich

  • Luft/Wasser-Wärmepumpe
  • Sie nutzt Außenluft als Quelle. Die Montage geht schnell, der Platzbedarf bleibt klein. Mit schalloptimierter Aufstellung arbeiten moderne Geräte leise und effizient – auch bei Frost.
    • Eignung: Sanierte Bestandsgebäude und Neubauten mit mittleren bis niedrigen Vorlauftemperaturen.
    • Vorteile: schnelle Installation, moderate Investition, flexible Aufstellung.
  • Sole/Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme)
  • Sonden im Erdreich liefern ganzjährig stabile Temperaturen. Das erhöht die Jahresarbeitszahl und senkt die Stromkosten Ihrer Wärmepumpe. Die Bohrung erfordert Genehmigung – belohnt Sie mit besonders ruhigem, effizientem Betrieb.
    • Eignung: Eigentümer mit Bohrmöglichkeit und Langfrist-Perspektive.
    • Vorteile: sehr hohe Effizienz, unauffällige Technik, langlebige Quelle.
  • Wasser/Wasser-Wärmepumpe (Grundwasser)
  • Zwei Brunnen gewinnen Wärme aus dem Grundwasser. Die Quelle liegt temperaturmäßig vorn, daher arbeitet die Wärmepumpenanlage sehr effizient. Wasserqualität und Genehmigung entscheiden.
    • Eignung: Grundstücke mit geeignetem Grundwasser.
    • Vorteile: Spitzenwirkungsgrade, leiser Innenaufbau.

Wärmepumpe im Altbau und im Neubau

    • Neubau: Fußbodenheizung, gute Dämmung und Lüftung mit Wärmerückgewinnung schaffen ideale Bedingungen für die Wärmepumpe. Luft/Wasser und Erdwärme erzielen sehr niedrige Betriebskosten.
    • Bestand: Sie erreichen starke Ergebnisse, wenn Sie Heizflächen vergrößern, Ventile modernisieren und die Heizkurve sauber einstellen. Hochtemperatur-Wärmepumpen liefern bei Bedarf auch 60 °C, dennoch senkt jede Vorlauf-Reduktion die Stromrechnung.

    Wärmepumpe & Heizflächen

    Große Flächen übertragen Wärme effizient. Eine Fußbodenheizung spielt ihre Stärke mit Wärmepumpen voll aus. Klassische Heizkörper funktionieren, wenn Sie einzelne Modelle vergrößern, den Durchfluss optimieren und den hydraulischen Abgleich durchführen. Das entlastet den Verdichter und verbessert die Jahresarbeitszahl.

    Wärmepumpe: Aufstellung und Schallschutz

    Planen Sie kurze Leitungswege, einen stabilen, schwingungsarmen Untergrund und ausreichende Abstände. Richten Sie den Ventilator nicht auf Nachbarterrassen. Für innenaufgestellte Wärmepumpen eignen sich gedämmte Technikräume. Erdwärme verschwindet fast vollständig im Untergrund – das Grundstück bleibt frei.

    Wärmepumpe: Kosten, Förderung, Betrieb

    Luft/Wasser startet günstiger, Erdwärme punktet im Betrieb. Förderprogramme unterstützen Sie mit Zuschüssen und Boni. Wichtig sind vollständige Unterlagen, Fachunternehmererklärung und ein individueller Sanierungsfahrplan. Im Alltag sparen Sie zusätzlich mit:

    • optimierter Heizkurve,
    • Wärmepumpenstromtarif oder dynamischen Preisen (Smart Meter),
    • vorausschauender Regelung – zum Beispiel über Zeitprogramme.

    Wärmepumpe & Photovoltaik

    Wärmepumpe und PV bilden ein starkes Team. Die Regelung nutzt Solarstrom für Warmwasser und Heizpuffer, bevorzugt zur Mittagszeit. Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch. Wer ein E-Auto lädt, priorisiert die Wallbox und heizt anschließend das Brauchwasser auf. So senken Sie Netzbezug und Kosten.

    Wärmepumpe: Warmwasser sicher planen

    Ein passender Speicher gewährleistet Komfort. Antilegionellen-Programme arbeiten in Intervallen mit höheren Temperaturen. Gedämmte Leitungen und durchdachte Zeitfenster begrenzen die Stromaufnahme der Wärmepumpe.

    Hybrid: Wärmepumpe als Hauptsystem

    Im bivalenten Betrieb übernimmt die Wärmepumpe 80–95 % der Heiztage, ein vorhandener Kessel springt an sehr kalten Spitzen ein. Das reduziert CO₂ sofort und erleichtert den Einstieg. Mit verbesserter Hülle wechseln viele Haushalte später vollständig auf die Wärmepumpenheizung.

    Entscheidungsfahrplan Wärmepumpe

    1. Gebäudedaten erfassen: Heizlast, Vorlauftemperatur, Dämmstatus.
    2. Quelle wählen: Luft, Erde oder Grundwasser – passend zu Grundstück und Budget.
    3. System sauber planen: Heizflächen anpassen, Förderung sichern, Regelung einlernen.

    Beispiel: Doppelhaushälfte von 2005, 120 m², 48 °C Vorlauf: Luft/Wasser-Wärmepumpe mit 7–9 kW, 200–300 l Warmwasserspeicher, PV-gekoppelte Steuerung. Ergebnis: niedrige Kosten, hoher Solarstromanteil.

    Fazit: Ihre Wärmepumpe – richtig gewählt, dauerhaft effizient

    Die beste Wärmepumpe ergibt sich aus drei Punkten: Gebäudeprofil, Wärmequelle und Regelung. Luft/Wasser liefert schnelle Ergebnisse, Erdwärme maximiert die Effizienz, Grundwasser erreicht Spitzenwerte. Fordern Sie eine Vor-Ort-Analyse an – wir planen Ihre Wärmepumpenlösung zielgenau und setzen sie fachgerecht um.

    Über den Autor

    Ruben Meyer –
    Inhaber von Frank Denzinger

    Ruben Meyer führt den Meisterbetrieb Frank Denzinger mit klarem Qualitätsanspruch. Er besitzt drei Meisterbriefe – Installateur, Heizungsbauer, Klempner – und bringt langjährige Praxis aus Planung, Installation und Inbetriebnahme mit. Seine Schwerpunkte: Wärmepumpen, Photovoltaik und die intelligente Verbindung beider Systeme für niedrige Betriebskosten.
    Meyer prüft Heizlast und Vorlauftemperatur persönlich, erklärt Entscheidungen transparent und begleitet Projekte bis zur Übergabe. Eigentümer, Bauherren und Modernisierer erhalten damit eine Lösung, die technisch überzeugt und wirtschaftlich trägt. Sie möchten Ihre Wärmepumpe sicher realisieren? Vereinbaren Sie eine persönliche Beratung mit Ruben Meyer.

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