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  • Beispiel Wärmepumpe
  • Wärmepumpe vor dem Haus

Wärmepumpe im Altbau: klappt das?

Eine Wärmepumpe arbeitet auch im Altbau zuverlässig – vorausgesetzt, Gebäude und Heizflächen passen zur Technik. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Haus prüfen, welche Umbauten sich lohnen und welche Systeme überzeugen. Lesen Sie weiter – und holen Sie sich bei Bedarf Unterstützung durch die Frank Denzinger Profis.

Ausgangscheck: Was sagt Ihr Haus?

Drei Werte lenken die Entscheidung für die Wärmepumpenheizung:

  • Heizlast: Wie viel Wärme benötigt das Gebäude bei Kälte? Ein Kurz-Heizlastcheck liefert die Basis für die Gerätegröße.
  • Vorlauftemperatur: Mit welchen Temperaturen heizen Ihre Räume an einem kalten Tag komfortabel? Werte zwischen 45–55 °C eröffnen sehr gute Effizienz.
  • Gebäudehülle: Dachdämmung, Fenster, Haustür und Leitungsdämmung senken den Bedarf spürbar.

Daumenregel: Jede Reduktion der Vorlauftemperatur um 5 °C verbessert die Jahresleistung der Wärmepumpe deutlich.

Heizflächen optimieren

Altbauten besitzen häufig kompakte Radiatoren. Mehr Fläche überträgt Wärme bei niedrigeren Vorlauftemperaturen. Dafür eignen sich:

  • größere Plattenheizkörper oder Niedertemperatur-Heizkörper,
  • Fußboden- oder Wandheizung in stark genutzten Räumen,
  • ein hydraulischer Abgleich für gleichmäßige Verteilung.

Ergebnis: Die Anlage läuft länger im optimalen Bereich und verbraucht weniger Strom.

Systemwahl im Bestand

Luft/Wasser-Wärmepumpe

Der Allrounder für viele Altbauten. Moderne Geräte liefern auch bei Minusgraden verlässliche Leistung. Mit leiser Aufstellung und schwingungsentkoppeltem Fundament vermeiden Sie Geräusche.

Gut geeignet für: Häuser mit 45–55 °C Vorlauf und überschaubarem Umbau.

Sole/Wasser (Erdwärme)

Erdsonden liefern ganzjährig stabile Quelltemperaturen. Das steigert die Jahresarbeitszahl (JAZ) und senkt Betriebskosten. Die Bohrung erfordert Genehmigung – belohnt Sie mit hoher Effizienz und unauffälliger Technik.

Gut geeignet für: Eigentümer mit langfristiger Perspektive und Grundstück für Sonden.

Wasser/Wasser (Grundwasser)

Bei geeigneter Wasserqualität arbeitet die Anlage sehr effizient. Zwei Brunnen (Förder-/Schluckbrunnen) sind nötig. Die Planung prüft Menge, Temperatur und Genehmigung.

Gut geeignet für: Lagen mit geprüftem Grundwasser und ausreichend Platz.

Warmwasser clever lösen

Trinkwarmwasser benötigt höhere Temperaturen als die Heizung. So sichern Sie Effizienz:

  • Speicher richtig dimensionieren (weder zu klein noch zu groß).
  • Zirkulationsleitung dämmen und Zeitprogramme
  • Legionellenfunktion gebündelt ausführen (z. B. wöchentlich).

Mit PV-Strom heben Sie das Temperaturniveau gezielt an, ohne die JAZ unnötig zu drücken.

Regelung, Hydraulik, Stromtarif

  • Heizkurve fein einstellen: nur so viel wie nötig.
  • Modulierende Geräte vermeiden Taktbetrieb und erhöhen die Lebensdauer.
  • Pufferspeicher sinnvoll auslegen, um Start-Stop-Folgen zu reduzieren.
  • Wärmepumpentarif oder dynamische Preise nutzen – ein Smart Meter eröffnet weitere Einsparungen.

Photovoltaik als Partner

Wärmepumpen und PV ergänzen sich ideal. Die Regelung schiebt Warmwasser und Pufferladung in die Mittagsstunden. Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch.

Praxisbeispiel

Einfamilienhaus, Baujahr 1972, 140 m². Austausch einzelner Heizkörper gegen größere Typen, hydraulischer Abgleich, neue Fenster im Wohnbereich. Gemessener Vorlauf an kaltem Tag: 50–52 °C.
Lösung: Luft/Wasser-Wärmepumpe 9 kW, 300-l-Speicher, witterungsgeführte Regelung, PV-Kopplung.
Ergebnis: leiser Betrieb, spürbar niedrigere Stromkosten, JAZ ~ 3,6–3,9 je nach Winter.

Förderungen und Planung

Förderprogramme honorieren effiziente Altbau-Wärmepumpen mit Zuschüssen und Boni. Wichtige Bausteine:

  • dokumentierte Heizlast,
  • Gebäude- und Quellprüfung,
  • berechnete JAZ und passende Gerätegröße,
  • korrekte Unterlagen und Fristen.

Ein Fachbetrieb übernimmt Auslegung, Nachweise und Antrag – dadurch sichern Sie Fördersätze und vermeiden Verzögerungen.

Kompakt-Check für Eigentümer, Vermieter, Modernisierer

  • Vorlauf an einem kalten Tag messen und notieren.
  • Heizflächen prüfen, ggf. vergrößern oder Räume mit Flächenheizung ausstatten.
  • Angebot mit gerechneter JAZ und Schallkonzept anfordern.
  • PV-Strategie festlegen: Überschuss, Speicher, Steuerung.
  • Realistische Betriebskosten kalkulieren (inkl. Stromtarif).

Fazit: So gelingt die Wärmepumpe im Altbau
– mit Beratung von Frank Denzinger

Zusammengefasst: Ja, die Wärmepumpe funktioniert im Altbau. Der Schlüssel liegt in korrekter Heizlast, niedriger Vorlauftemperatur, passenden Heizflächen und einer sauberen Regelung. Luft/Wasser liefert schnelle Ergebnisse, Erdwärme maximiert die Effizienz, Grundwasser erreicht Spitzenwerte – jeweils mit guter Planung. Frank Denzinger prüft Ihr Gebäude vor Ort, berechnet die Lösung, simuliert die JAZ und begleitet die Umsetzung bis zur Inbetriebnahme. Sie möchten Klarheit für Ihr Haus? Vereinbaren Sie eine Beratung mit den Frank Denzinger Profis.

Ruben Meyer

Björn Siemers

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